Debatte

Koloniales Erbe in Museen und Sammlungen

Metropolis - Koloniales Erbe in Museen und Sammlungen
Metropolis - Koloniales Erbe in Museen und Sammlungen Debatte über den Umgang mit Raubkunst in den Völkerkundemuseen Metropolis - Koloniales Erbe in Museen und Sammlungen

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Debatte über den Umgang mit Raubkunst in den Völkerkundemuseen

Raubkunst und Völkermord: Wie sollen wir umgehen mit dem verdrängten kolonialen Erbe in Sammlungen und Museen? Wem gehört, was in den Sammlungen der Völkerkundemuseen zu sehen ist? Wie sind die Objekte zu uns gekommen und wie viel Blut klebt daran? Das ist eine Debatte, die ganz Europa betrifft und die sich in Deutschland jetzt zugespitzt hat.

Objekte müssten an die Herkunftsländer zurückgegeben werden, wenn sich ein Gewaltkontext nachweisen lasse, sagt Hermann Parzinger, Leiter der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Berlin und des neuen Humboldt-Forums. Dort lagern unter anderem auch mehr als 1.000 menschliche Schädel aus den deutschen Afrika-Kolonien, darunter auch Gebeine der Herero aus dem heutigen Namibia, deren Nachfahren die Bundesrepublik wegen Völkermord verklagt haben. Mit ganz neuem Ansatz geht die französische Kulturhistorikerin Bénédicte Savoy vom Collège de France an der TU Berlin an die Provenienzforschung heran. Das Budget ihres Leibnitz-Preises steckt sie in das Projekt "Translocationen", in dem die Herkunftsreise der Objekte untersucht werden soll.

Autorin: Susan Loehr

Koloniales Erbe
Koloniales Erbe © NDR