Neue Wirtschaftmodelle

Sind Fremdsprachenkenntnisse künftig nicht mehr gefragt?

Sendung vom 24. September 2016
Eine verblüffende neue Software bietet ab sofort eine Simultanübersetzung für Unterhaltungen in ausgewählten Fremdsprachen. Trotz gewisser Anlaufschwierigkeiten boomt die automatische Übersetzung. Laut Experten wird es schon in wenigen Jahren möglich sein, in Echtzeit Gespräche zwischen zwei Personen perfekt zu übersetzen. Wird es die Technik eines Tages schaffen, die Sprachbarriere wirklich aufzuheben, oder wird sie sich möglicherweise negativ auf unseren Fremdsprachenerwerb auswirken?
FutureMag - La question du futur : Demain, plus besoin d’être polyglotte ?
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Sind Fremdsprachenkenntnisse künftig nicht mehr gefragt?

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Zur Vertiefung:

  • Eine Studie der Universitäten Cagliari (Sardinien) und Strathclyde (Schottland) konnte 2012 zeigen, dass zweisprachige Kinder bessere Schulnoten erhalten als ihre einsprachigen Altersgenossen. Besonders flagrant sei der Unterschied bei Problemlösungen und Kreativität.
  • In dem Englisch-Kompetenzindex von Education First (EF) aus dem Jahr 2015 landete Deutschland auf dem 11. und Frankreich auf dem 24. Platz. 
  • Seit April 2016 übersetzen die Beamten des kanadischen Bundesparlaments ihre Korrespondenz mithilfe eines Übersetzungstools vom Englischen ins Französische (und umgekehrt). Das Problem: Die Software macht nach wie vor viele Fehler, besonders in der Grammatik. „Die Qualität der automatischen Übersetzung verbessert sich schnell und umfassend, ein professioneller Blick wird aber immer nötig sein“, erklärt  Donna Achimov, Leiterin des Übersetzungsbüros und Initiatorin des Projekts.
  • Seit der Einführung des „Skype Translators“, das Videoanrufe in Echtzeit übersetzt, stieg die Anzahl der über die Plattform geführten Telefonate laut Microsoft um 400 %.