Netzkultur

Mehr Sicherheit durch biometrische Verfahren?

Sendung vom 08. Oktober 2016
Die Biometrie wird heute als eine vielversprechende Methode im Kampf gegen den Terror gehandelt, denn biometrische Daten ermöglichen die Identifizierung einer Person anhand von Körpermerkmalen wie Fingerabdruck, Iris oder Gesicht. Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 wurden auf diesem Gebiet große technische Fortschritte erzielt: computergestützte Gesichtserkennung, Brainprint, Scannen großer Menschenansammlungen usw. Doch ist die Biometrie wirklich zuverlässig und fälschungssicher? Und vor allem: Was passiert, wenn solche Daten in die falschen Hände geraten?
FutureMag - Biométrie : pour le meilleur ou pour le pire ?
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Und Sie, was denken Sie?

 

Zur Vertiefung:

  • Noch sind Passwörter populärer als biometrische Sicherungen. Einer Studie von YouGov und Caramail GMX vom Januar 2016 zufolge identifizieren sich 55 % der Franzosen im Internet am liebsten mit einem Passwort; der Fingerabdruck landete mit 12 % auf dem zweiten Platz. 
  • Seit dem 12. September 2016 kann man sich beim kamerunischen Steueramt per Fingerabdruck identifizieren. Für Finanzminister Alamine Ousmane Mey bietet die Biometrie „den Nutzern größere Sicherheit und trägt zu einer deutlichen Verbesserung der Steuerverwaltung bei.“
  • In fünfzehn Schulen des westfranzösischen Departements Loire-Atlantique müssen sich die Schüler beim Eintritt in die Mensa per Fingerabdruck identifizieren. Dominique Faure, Leiterin der Gaston-Serpette-Schule in Nantes, hält das System für einen großen Fortschritt: „Die biometrische Kontrolle macht die Schüler unabhängiger", erklärte sie dem Journalisten Frédéric Brenon. „Sie sorgt für kürzere Warteschlangen und ein größeres Sicherheitsgefühl. Man weiß genau, welcher Schüler hier gerade seine Mahlzeit einnimmt. Die Technologie entwickelt sich weiter, das sollte man nutzen.“