Hommage an Johnny Hallyday / Macron in Algier: Wie kann man Frankreich und Algerien versöhnen?

Donnerstag, 7. Dezember 2017
28 Minutes - 2017-2018 (73/220)
28 Minuten Hommage an Johnny Hallyday / Macron in Algier: Wie kann man Frankreich und Algerien versöhnen? 28 Minuten

28 Minuten
(06.12.2017)

Hommage an Johnny Hallyday / Macron in Algier: Wie kann man Frankreich und Algerien versöhnen?

Man nennt mich das Idol der Jugend... und der Intelligenzler

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1961 wurde Johnny Hallyday im Alter von 18 Jahren zum Chanson-Star. Seitdem wechselten Moden und Trends, die Welt der Musik veränderte sich, aber Johnny blieb. 2015 erschien sein letztes im Studio aufgezeichnetes Album mit dem Titel De l’amour. Johnny Hallyday war ein halbes Jahrhundert lang der französische Star des Rock’n Roll. Nun ist er in der Nacht zum Mittwoch im Alter von 74 Jahren gestorben. Er war „Volkssänger“, „Mädchensänger“, begann als Idol der Jugendlichen und beendete seine Karriere als Schauspieler und Legende der französischen Chanson. Jean-Luc Godard arbeitete mit ihm in seinen Filmen, Françoise Sagan schrieb für ihn und François Mauriac sagte folgende Worte: „Was für eine Stimme, die es ihm ermöglicht, sich immer wieder zu erneuern. Mit den Jahren bin ich immer mehr davon überzeugt, dass ein anhaltender großer Erfolg stets berechtigt ist, dass das Publikum sich niemals irrt.“

28 Minuten sendet heute Abend eine Hommage an Johnny Hallyday mit der Regisseurin Laetitia Masson, der Journalistin Rebecca Manzoni, und dem Schauspieler und Regisseur Jean-François Stévenin.

Macron in Algier: Wie kann man Frankreich und Algerien versöhnen?

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Der französische Staatspräsident ist zu seinem ersten offiziellen Besuch nach Algerien gereist. Es handelt sich um einen sehr kurzen 1-tägigen Antrittsbesuch. Auf dem Programm stehen eine Begegnung mit dem Präsidenten Abd el Aziz Bouteflika, ein Besuch am Monument der Kämpfer des Unabhängigkeitskriegs und ein Spaziergang in den vollen Straßen von Algier. Emmanuel Macron möchte mit diesem Besuch an „die besondere Beziehung“ zwischen den beiden Ländern anknüpfen. Die algerische Presse hatte zuvor geschrieben, dass Algerien verstimmt war, weil der französische Staatspräsident bei seiner ersten Maghreb-Reise Marokko den Vorzug gegeben hatte. Der Élysée-Palast betonte, dass „Algerien in allen Wirtschaftsbereichen ein erhebliches Potenzial“ besitze, räumte aber auch ein, dass es „Schwierigkeiten, insbesondere im Zusammenhang mit dem Geschäftsklima“, gebe. Wie kann man Frankreich und Algerien versöhnen?

Um über diese Frage zu diskutieren, empfangen wir die Historikerin und Forschungsleiterin beim CNRS Sylvie Thénault, den Politologen und Experten für die arabische Welt Hasni Abidi und den Direktor und Chefredakteur von Afrique Magazine Zyad Limam.