Garten Eden Die Bühler Zwetschge ist vom Aussterben bedroht: Sie trägt erst im achten Jahr Früchte und ist schwer zu ernten. Garten Eden

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Wiederholung: Sonntag, 25. Juni 2017 um 12:30 Uhr
Die Dokureihe reist einmal quer durch Europas Gärten und porträtiert Obst- und Gemüsesorten, die eine besondere Bedeutung für ihre Region haben. Die Bühler Zwetschge aus dem Schwarzwald ist vom Aussterben bedroht: Anders als die "praktischen" Sorten, trägt sie erst im achten Jahr Früchte und ist aufgrund ihrer Höhe schwer zu ernten. Kann die "Blaue Königin" gerettet werden?
Die Bühler Zwetschge vom Rand des Schwarzwalds ist ein Star mit Abstiegssorgen: Einst war sie ein Exportschlager. Doch heute geht die Ernte dramatisch zurück, neue Züchtungen drängen auf den Markt. Anders als die „praktischen“ neuen Sorten trägt die Bühler Zwetschge erst im achten Jahr Früchte. Wegen der Höhe der Bäume ist sie schwer zu ernten. Aber sie hat auch viele Liebhaber, darunter Obstbauern, Gourmets und Slow-Food-Aktivisten. Wird es ihnen gemeinsam gelingen, die „Blaue Königin“ vor dem Aussterben zu retten? Emanuela Casentini und ihr Team haben die Menschen besucht, denen die Bühler Zwetschge viel bedeutet. Siegfried Huber ist Förster, der Obstanbau ist nur Nebenerwerb. Auf der Wiese vor seinem Haus stehen noch 70 Bühler Bäume, die schon seine Großeltern gepflanzt hatten. Immer wieder denkt auch er darüber nach, die wenig lukrativen mächtigen Bäume „einfach umzumachen“. Doch wenn die alljährliche Zwetschgenernte naht, nehmen er und seine Frau sich Urlaub, und auch Kinder und Freunde helfen mit. Auch wenn der Verdienst gering ist, sind alle in dieser Region stolz auf ihre Bühler Zwetschge. Und schätzen alles, was man aus ihr machen kann, vom Obstbrand bis zum Kuchen und zum Pflaumensoufflé. Und seit kurzem ist auch die Slow-Food-Stiftung auf die Zwetschge mit dem köstlichen, leicht bitteren Nachgeschmack aufmerksam geworden. Sie wollen sie in ihre „Arche des Geschmacks“ aufnehmen und entsprechend bewerben.