Kommt der nächste Einstein aus Afrika?

Neil Turok aus Südafrika ist einer der größten zeitgenössischen Kosmologen. Mit seinem Förderprogramm für Studenten möchte er das unausgeschöpfte Potential des schwarzen Kontinents zur Entfaltung bringen. Flore Vasseur und Laurent Besançon haben Turok für Square TED Stories getroffen.

Stellen Sie sich ein brachliegendes Viertel an einem Traumstrand in Kapstadt vor. Finden Sie dort ein leerstehendes Hotel. Kaufen Sie es für 100 000 Dollar und verwandeln Sie es in einen Campus. Sprechen Sie über ihr verrücktes Projekt mit Kollegen aus Princeton, Cambridge und Paris. Bieten Sie ihnen an, drei Wochen im Jahr zum Unterrichten der besten Schüler des Kontinents zu kommen. Dafür übernehmen Sie die Kosten für Reise, Verpflegung und Unterkunft. Sie erwarten Exzellenz – von den Lehrenden wie von den Studenten. Vielleicht fördern Sie so den nächsten Einstein. Wird dieser Plan von Neil Turok aufgehen? Kommt der nächste Einstein aus Afrika? Der Südafrikaner Neil Turok, dessen Eltern als Apartheid-Gegner ins Exil mussten, ist davon überzeugt, dass der schwarze Kontinent ein unausgeschöpftes Potenzial an klugen Köpfen birgt. Wenn diese Afrika und seine Entwicklung steuern könnten, würde das die Welt verändern. 

Ein Film von Flore Vasseur

Flore Vasseur, 1973 in Annecy (Frankreich) geboren, ist Absolventin der Eliteuni HEC und lebte viele Jahre in New York. In ihren Romanen und Reportagen, u.a. für Le Monde und Canal Plus, enthüllt sie die Machtstrukturen von Politik und Finanzwesen. Sie hat bereits drei Romane veröffentlicht und für ARTE die Sendung SQUARE TED Stories realisiert.