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Metropolis Metropole Leeds / Eine Jugend in der Banlieue / Banksy: "das Hotel mit der schlechtesten Aussicht" in Bethlehem Metropolis

Programminfos

(1) Metropolenreport Leeds: Vielfalt und Avantgarde im Schatten des Brexit (2) Eine Jugend in der Banlieue (3)Banksy "das Hotel mit der schlechtesten Aussicht" in Bethlehem (4) Nelly Ben Hayoun (5) Skulptur Projekte Münster 2017 (6) Die deutsch-russische Schriftstellerin und Musikerin Kat Kaufmann
(1): Metropolenreport Leeds Leeds, die drittgrößte Stadt Englands, ist eine verkannte Schönheit. In der einstigen Industriemetropole schlägt das Herz von West Yorkshire. Die Kulturszene der Stadt lebt von Innovation und Abwechslung. Das sommerliche „Leeds-Festival“ ist die Nummer eins der britischen Musikfestivals und die „Opera North“, im prächtigen „Grand Theater“, halten viele für das aufregendste Opernensemble Englands. Ein Jahr nach dem Brexit-Entscheid und kurz nach den Parlamentswahlen werden Kulturschaffende befragt, die nun große Nachteile für sich und die Vielfalt der Stadt befürchten. (2): Eine Jugend in der Banlieue Gerade ist Emmanuel Macron zum jüngsten Präsidenten Frankreichs gewählt worden und alle Hoffnungen liegen auf ihm, da er für eine weltoffene und moderne Gesellschaft steht. Doch das Land ist tief gespalten und die sozialen Gräben werden immer größer. Für ihren Fotoband „Une jeunesse française“ sind Hervé Lequeux und Sébastien Deslandes in die Sozialbauviertel gegangen und zeigen eine Jugend zwischen Perspektivlosigkeit und Aufbruchsstimmung. (3): Banksy „das Hotel mit der schlechtesten Aussicht“ in Bethlehem Die Sendung „Metropolis“ besucht das „Walled Off Hotel“ in Bethlehem, direkt vor der Betonmauer, die das von Israel besetze Westjordanland vom palästinensischen Teil der Stadt trennt. Der britische Graffiti Künstler hat die Einrichtung in seinem Stil gehalten: Abstrakt, verrückt und immer mit einer politischen Aussage. Alle Räume beschäftigen sich mit dem Israel-Konflikt. (4): Nelly Ben Hayoun Die Sendung „Metropolis“ besucht die 32-jährige Süd-Französin in ihrem futuristischen Designlabor in London-Shoreditch. Als Partnerin der „NASA“ gründete sie das „International Space Orchestra“, dass aus Weltraumforschern besteht. Sie arbeitet mit bekannten Musikern zusammen - wie Beck, Bobby Womack oder den „Gorillaz“. Ihr Video über den Meeresboden wurde vom „New Yorker Met“ zum „Besten des Jahres“ gekürt. Sie verbindet stets Kunst und Wissenschaft in ihren Arbeiten und schafft beispielsweise einen explodierenden Vulkan fürs Wohnzimmer. (5): Skulptur Projekte Münster 2017 In Münster kann man in diesem Sommer über das Wasser gehen, einen Kunst-Schatz auf der eigenen Haut nach Hause tragen und erleben, wie internationale Künstler sich mit dem öffentlichen Raum auseinandersetzen. Die Stadt lädt zur fünften Ausgabe der Skulptur Projekte ein - nach der „documenta“, das größte Kunstereignis in Deutschland und mit einem Turnus von zehn Jahren noch rarer als die Kasseler Schau. (6): Die deutsch-russische Schriftstellerin und Musikerin Kat Kaufmann Aufgewachsen in einer Künstlerfamilie in Leningrad, kommt sie 1990 mit neun Jahren nach Deutschland, studiert zunächst Jazzgesang und absolviert dann ein Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam. Gleich mit ihrem ersten Roman „Superposition“ über die Berliner Szenewelt sorgt sie für Aufmerksamkeit. Jetzt erscheint ihr zweiter Roman „Die Nacht ist laut, der Tag ist finster“.