Metropolenreport

Leeds

Metropolis  Leeds
Metropolis Leeds Eine bunte Stadt, einer vernachlässigten Arbeiterschaft und einer weltoffenen Kulturszene Metropolis  Leeds

Metropolis Leeds

Eine bunte Stadt, einer vernachlässigten Arbeiterschaft und einer weltoffenen Kulturszene

Sie ist eine verkannte Schönheit, die drittgrößte Stadt Englands: Leeds. In der einstigen Industriemetropole schlägt das Herz von West Yorkshire. Eine bunte Stadt mit einer boomenden Bankenbranche, einer vernachlässigten Arbeiterschaft und einer weltoffenen Kulturszene. Deren größte Sorge ist der Brexit, denn die Künstler fühlen sich mit dem Kontinent verbunden, sehen die Migration als Erfolgsgeschichte und ihre Zusammenarbeit mit europäischen Künstlern und Institutionen gefährdet.

Metropolis trifft den Schriftsteller Mick McCann, der eine amüsante Enzyklopädie darüber geschrieben hat, wie Leeds die Welt verändert, und nach seiner Meinung mehr im Mittelpunkt stehen müsste: "Ich würde sagen, viele Leute sind total ignorant was Leeds angeht. Die Stadt hat eine erstaunliche Kulturszene, große Museen, das Henry Moore Institut, Theater, das Ballett und die Oper des Nordens".

Einen Einblick, wie sich Leeds kulturell und sozial entwickelt hat, erfährt man von der Künstlerin Akeelah Bertram, deren Eltern vor 60 Jahren aus Jamaika nach England kamen und durch den damals ansässigen Rassismus aus der Gesellschaft ausgeschlossen wurden. Umso mehr erfreut sie sich am heutigen Zusammenleben unterschiedlichster Menschen in Leeds.

Dies bestätigt der Photograph Jonathan Turner und bringt uns die Warmherzigkeit und Lebendigkeit des als sozialen Brennpunkt verrufenen Chapeltown näher. Mit der Band Hayashi erleben wir, wie sie die unabhängige Musikszene Leeds aufmischt.

Ein Metropolenreport gegenläufig zu den aktuellen politischen Entwicklungen in London – In unruhigen politischen Zeiten besinnt Leeds sich auf seine Stärken. 

Autorin: Claudia Kuhland

Briggate Leeds
Briggate Leeds © Hannah Webster