Literatur

Imbolo Mbues Debutroman über den Neubeginn in New York

Imbolo Mbues Roman kommt zum richtigen Zeitpunkt. Denn während Präsident Trump verspricht, Amerika wieder groß zu machen, schürt er gleichzeitig Fremdenhass und Vorurteile
Imbolo Mbue
Imbolo Mbue Imbolo Mbues Roman "Das geträumte Land" kommt zum richtigen Zeitpunkt.  Imbolo Mbue

Imbolo Mbue

Imbolo Mbues Roman "Das geträumte Land" kommt zum richtigen Zeitpunkt. 

Zwischen Harlem und der Upper East Side: Für einen Neustart, für eine bessere Zukunft sind Jende und Neni aus Kamerun nach New York gekommen. Hier finden sie bei den wohlhabenden Edwards Arbeit und damit Stabilität. Die finanzielle Situation beider Familien, ihre Wünsche und Träume könnten unterschiedlicher nicht sein.

Trotzdem:  Die Finanzkrise und die Insolvenz der Lehmann Brothers bedeutet für alle einen entscheidenden und tiefgreifenden Wendepunkt. Es ist eine Erschütterung für die Gesellschaft und eine existentielle Krise für die Protagonisten, die sich fragen müssen, wie lange sie noch durchhalten und an ihrem Plan festhalten können.

Imbolo Mbues Roman kommt zum richtigen Zeitpunkt. Denn während Präsident Trump verspricht, Amerika wieder groß zu machen, schürt er gleichzeitig Fremdenhass und Vorurteile. Der Andere wird wieder zum Eindringling und beraubt die Gesellschaft ihres eigenen Selbstverständnisses, eine Nation der Einwanderer zu sein.

Die Figuren in Das geträumte Land arbeiten sich alle am amerikanischen Traum ab. Einfühlsam und geduldig erzählt Mbue von ihrem Alltag und rückt so die Innensicht derer in den Vordergrund, die voller Hoffnung in die USA kommen. Und sie zeigt, dass vor allem die, die von außen kommen, an die Größe des Landes glauben.

Metropolis trifft die Autorin in der Central Station, dem größten Bahnhof der Welt und fährt mit ihr durch die Straßen von Manhattan, in denen Mbue zu ihrer Geschichte inspiriert wurde.

Autorin: Mariana Schneider

Das Getraeumte Land - Lesen in der Central Station
Das Getraeumte Land - Lesen in der Central Station © Westend