Atelier

Daniel Knorr

Für die documenta produziert der Künstler Bücher aus Müll
Metropolis Daniel Knorr
Metropolis und die documenta 14 Auf der documenta 2017 wird Knorr qualmende Skulptur mit dem Titel "Expiration Movement" ausstellen Metropolis und die documenta 14

Metropolis und die documenta 14
Daniel Knorr

Auf der documenta 2017 wird Knorr qualmende Skulptur mit dem Titel "Expiration Movement" ausstellen

Konzeptkünstler Daniel Knorr ist im Stress, denn die documenta 14 steht vor der Tür. Fieberhaft arbeitet er an seinen Kunstbüchern mit dem Titel „Βιβλίο Καλλιτέχνη, 2017“.  Mehr als 1000 Stück will er für Athen und Kassel fertig stellen. Für die Bücher hat er einen Monat lang Müll in Athen gesammelt und in Säcken in sein Berliner Atelier geschafft. Hier steht er nun und sortiert Müllfetzen, die er schließlich zwischen die Seiten der Bücher presst.

Der in Berlin lebende und in Bukarest geborene Künstler ist seit mehr als 20 Jahren im Kunstbetrieb unterwegs. Bisher hat er beispielsweise mit einem Einmannbunker, verklumpten STASI-Akten, quietschbunten Pfützen-Wandplastiken oder mit seinem leeren rumänischen Pavillon auf der Venedig-Biennale 2005 Aufsehen erregt.

Auf der documenta 2017 in Kassel wird Knorr übrigens auch eine qualmende Skulptur mit dem Titel „Expiration Movement“ ausstellen. Seine Kunstbücher mit den Abfallresten aus Athen sollen dieses Werk querfinanzieren. 79 Euro wird ein Buch in Athen, 99 Euro in Kassel kosten. Doch erst einmal müssen sie fertig werden. 

Autorin: Janin Renner

Daniel Knorr
Daniel Knorr © kobalt