Kunst

Atelier : Les personnages fantastiques de Madeline von Foerster

Atelier: Madeline von Foerster
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Atelier: Madeline von Foerster

 

Es ist ein ganz besonderes Leuchten, das beim Betrachten ihrer Werke an die alten Meister erinnert. Kein Wunder, denn Madeline von Foerster hat eine Mischtechnik wiederentdeckt, die schon die großen flämischen Künstler wie Jan van Eyck vor 600 Jahren nutzten. Mit dieser Methode und inspiriert von der historischen Ikonografie, malt sie moderne Sujets, in denen sie die Spannung zwischen Mensch und Natur thematisiert. Metropolis hat sie in ihrem Kölner Atelier besucht.

Madeline von Foerster liebt das Kuriose und Abseitige, das Mysteriöse und Fabelhafte. Besonders gerne und häufig malt sie Stillleben und Wunderkammern im Stil der Renaissance und des Barocks. Unverkennbar ist auch der Einfluss der Malerschule von Fontainebleau, die im 16. Jahrhundert den Manierismus in die französische Kunst einführte.

Immer wieder greift sie auch auf surrealistische Elemente zurück. Das macht ihre Werke rätselhaft und schillernd schön. Umso größer ist die Wirkung, wenn sich dem Betrachter das Thema erschließt. Denn auch wenn sich Madeline von Foerster in Stil und Methode den alten Meistern annähert, ist ihr Sujet hochaktuell: Ihre Bilder erzählen davon, wie wir die Natur ausbeuten, um uns Luxus zu leisten oder unser Leben zu optimieren. 

"Ich denke, wir brauchen einen neuen Begriff in unserer Welt für Luxus und Reichtum", sagt sie. "Für mich ist Luxus, saubere Luft zu haben und trinkbares Wasser. Reichtum – das ist ein gesundes Korallenriff oder ein Urwald. Und das nehmen wir alle so selbstverständlich hin. Aber es ist gut möglich, dass es das in 100 Jahren gar nicht mehr gibt. Dann werden Leute die Frage stellen, warum war es so wichtig, ein großes Auto zu haben oder jedes Jahr ein neues Handy."

Wäre Madeline von Foerster nicht Künstlerin, dann wäre sie vielleicht Umweltaktivistin. Aber sie hat sich für ihren Weg entscheiden: Uns durch Schönheit bewusst zu machen, dass die Natur der wahre Luxus ist, das Kostbarste, was wir haben.   

Autorin : Anke Rebbert